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Der Biber macht Geschichte

Kulturhistorische Ausstellung des BUND Ostwürttemberg

Zur Biologie des Bibers

Ergänzung des Naturkunde-Museums Bamberg

27. Juli – 23. September 2018

Die Beziehung zwischen Bibern und Menschen ist eine lange. In Europa wurden Biber seit jeher wegen ihres Fleisches, ihres wärmenden Fells und ihrer Drüsensekrete, die zu Medizin und Parfum verarbeitet wurden, erbarmungslos gejagt. In Nordamerika führte die Gier nach den Pelzen des Kanadischen Bibers sogar zu kriegerischen Auseinandersetzungen.

In Bayern war diese weltweit zweitgrößte Nagetierart bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ausgerottet. Erst die gezielte Wiedereinbürgerung durch den Bund Naturschutz nach 1960 hat dazu geführt, dass Biber in Bayern wieder fast flächendeckend verbreitet sind. Doch das führte und führt auch zu Spannungen. Denn wie keine andere heimische Tierart vermögen es Biber, ihren Lebensraum selbst zu gestalten. Sie bauen Burgen und Dämme, fällen Bäume und schaffen dabei vielfältige Biotope: Tümpel und Teiche, Röhrichte und Nasswiesen. So schaffen sie kleine Stückchen „Wildnis“, die in unserer sonst verplanten Kulturlandschaft selten sind. Davon profitieren wiederum andere Tiere wie Amphibien, Libellen und Fische. Konflikte mit der menschlichen Landnutzung sind nicht zu leugnen – jedoch lösbar.

Die Ausstellung bietet einen spannenden kulturhistorischen Abriss der vielfältigen Beziehungen zwischen Mensch und Biber, sowie Einblicke in die Biologie dieser interessanten Nagetiere. Auch auf das Vorkommen des Bibers im Bamberg Hain wird eingegangen.

Plakat zur Ausstellung