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logo die4grossenDie großen Vier

Vom Umgang des Menschen mit Bär, Wolf und Luchs
5. April - 28. April 2013

Einst sind sie mitten unter uns gewesen: Bären, Wölfe und Luchse. In unserer Sprache sind sie lebendig geblieben, in unseren Märchen existieren sie ganz selbstverständlich. Als Pelzlieferanten und Nahrungskonkurrenten hat der Mensch es allerdings geschafft, sie in ihrem angestammten Lebensraum, den sie auch in Teilen Bayerns hatten, vollständig auszulöschen.

Langsam finden die drei großen Beutegreifer nun wieder den Weg zurück in ihre ursprüngliche bayerische Heimat. Ob sie tatsächlich bleiben können, hängt entscheidend vom vierten im Bunde, dem Menschen, ab. Spätestens seit mit Bruno, dem "Problembär", nach vielen Jahrzehnten erstmals wieder ein Braunbär bayerischen Boden betreten hatte, entbrannten heiße Diskußionen über das mögliche (oder unmögliche) Zusammenleben von Mensch und Raubtier.

Wichtiger denn je sind daher sachliche Informationen, um uns wieder mit Bär, Luchs und Wolf bekannt zu machen: Wie wahrscheinlich ist die Zuwanderung der drei Arten und wie kann sich der Mensch darauf einstellen? Wo gibt es geeignete Lebensräume und gibt es überhaupt genügend Platz für sie? Können Menschen in Gefahr geraten? Wie schützt man Weidetiere und wer kommt für mögliche Schäden auf?

Zahlreiche Fragen, intereßante Details und Wißen rund um dieses Thema bietet die interaktive Wanderausstellung "Die großen Vier", welche vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, den Naturschutzverbänden Bund Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern konzipiert und zusammengestellt wurde. Die Ausstellungsbesucher können dabei beispielsweise Wölfe heulen hören, dem Herzschlag eines Bären lauschen oder sich in die Rolle eines Luchses auf Reviersuche versetzen.

Die Rückkehr in ihre einstigen Heimatlandschaften ist möglich, birgt aber zahlreiche Konflikte. Wie wir Menschen damit umgehen, darin liegen sowohl Chancen als auch Gefahren. Deswegen informiert die Ausstellung natürlich auch über die Wildtier-Managementpläne, die für die Heimkehr der drei großen Beutegreifer vorbereitet worden sind.