Mitten im Herzen Bambergs, in der Gebäudeanlage des ehemaligen Jesuitenkollegs, erwartet den Besucher ein ganz außergewöhnliches Ausstellungshaus. Außergewöhnlich deshalb, weil es in einzigartiger Weise Historisches mit Modernem verbindet. Unsere Gäste können einen der ältesten und schönsten Naturkundesäle weltweit betreten – den berühmten Bamberger Vogelsaal. Dieses „Museum im Museum“ beschert dem Besucher mit seinen Tausenden bunter Tierpräparate und dem klassizistischen Ambiente eine Vorstellung vom Blick auf die Natur, wie er vor über 200 Jahren den Besuchern in einem Naturalienkabinett geboten wurde. Zu einer Zeit, als den Menschen ein Vogel Strauß noch wie ein Wunder aus einer unfassbaren Welt erschien.

Den Kontrast zu diesem historischen Naturalienkabinett bilden die modernen Dauerausstellungen, die sich verschiedenen naturkundlichen Themen mit regionalem Schwerpunkt widmen. Mit ständig wechselnden Sonderausstellungen bieten wir unseren Gästen die Möglichkeit, immer wieder etwas Neues über die Natur zu erfahren.

Hier ein kurzer Informationsfilm zum Museum:




Aktuell

 

Neu!

Schlangensaurier aus den Wattendorfer Plattenkalken in der Ausstellung Frankenland am Jurastrand

Seit nunmehr 15 Jahren führen wir wissenschaftlichen Grabungen im Steinbruch der Firma Andreas Schorr GmbH & Co. KG nahe Wattendorf durch. Die spektakulärsten Funde können Sie in unserer Ausstellung „Frankenland am Jurastrand“ sehen. Vor zwei Jahren ging uns erneut ein besonderer Fang ins Netz: ein großer, wohlerhaltener Schlangensaurier, den Sie nun bei uns sehen können.

Schlangensaurier gehören zur Ordnung der sogenannten Brückenechsen. Diese Tiere unterscheiden sich von anderen Reptilien unter anderem durch eine bestimmte Knochenspange – eine Brücke – im Knochenaufbau des Schädels. Die Blütezeit der Brückenechsen lag in der erdgeschichtlichen Periode des Jura. Heute gibt es nur noch eine einzige Spezies, die Tuataras, die auf einigen Inseln vor Neuseeland leben. Von den Leguan-ähnlichen Tuataras unterschieden sich die Schlangensaurier deutlich im äußeren Erscheinungsbild. Sie hatten einen ungewöhnlich langgestreckten Körperbau, vor allem der Schwanz war extrem lang. Die Gliedmaßen hingegen waren klein, wirken fast verkümmert. Der Grund für diesen schlangenhaften Körper ist durch den Lebensraum bedingt, in dem sich diese Tiere bewegten: Schlangensaurier lebten im Wasser, wo ihnen der stromlinienförmige Körperbau beim schnellen Schwimmen sehr zustatten kam. Der lange Schwanz war vertikal abgeplattet, ähnlich einer überlangen Flosse, und sorgte durch wellenförmige Bewegungen für einen kräftigen Vortrieb.

Funde von Schlangensauriern, die man wissenschaftlich als Pleurosaurier bezeichnet, sind große Raritäten ich Jura-Schichten, beispielsweise in den vergleichbaren Jura-Plattenkalken von Solnhofen und Eichstätt, die ja seit über 200 Jahren in großem Stil abgebaut werden. Doch die erst seit etwa 15 Jahren erforschten Wattendorfer Plattenkalke  gaben bislang schon drei komplette Exemplare und mehrere Fragmente frei. Das jetzt ausgestellte Fossil gehört mit 142 cm Länge zu den größten seiner Art. Das freut auch den Geologen Albert Lenze, der als ehrenamtlicher Grabungsmitarbeiter im Juni 2017 auf das kostbare Fossil gestoßen war. Nach aufwendiger Bergung und rund 250 Stunden diffiziler Präparationsarbeit präsentieren wir Ihnen das Fossil nun in unserer Ausstellung. Schaut`s Euch an!


Schlangensaurier
Albert Lenze betrachtet das Fossil des Schlangensauriers Pleurosaurus sp. in der Ausstellung „Frankenland am Jurastrand“

 

Museumspädagogischer Erlebnisraum

In unserem neuen, interessant gestalteten und mit moderner Technik ausgestatteten Erlebnisraum bieten wir Schulklassen aller Altersstufen sowie anderen interessierten Gruppen spannende Wissensvermittlung an. Experimentieren, Mikroskopieren, Basteln und Malen stehen im Vordergrund. Näheres dazu finden Sie auf unseren Seiten zur Museumspädagogik

Schulplakat Sept2018 Kurventext

Seit nunmehr 15 Jahren führen wir wissenschaftlichen Grabungen im Steinbruch der Firma Andreas Schorr GmbH & Co. KG nahe Wattendorf durch. Die spektakulärsten Funde können Sie in unserer Ausstellung „Frankenland am Jurastrand“ sehen. Vor zwei Jahren ging uns erneut ein besonderer Fang ins Netz: ein großer, wohlerhaltener Schlangensaurier, den Sie nun bei uns sehen können.

Schlangensaurier gehören zur Ordnung der sogenannten Brückenechsen. Diese Tiere unterscheiden sich von anderen Reptilien unter anderem durch eine bestimmte Knochenspange – eine Brücke – im Knochenaufbau des Schädels. Die Blütezeit der Brückenechsen lag in der erdgeschichtlichen Periode des Jura. Heute gibt es nur noch eine einzige Spezies, die Tuataras, die auf einigen Inseln vor Neuseeland leben. Von den Leguan-ähnlichen Tuataras unterschieden sich die Schlangensaurier deutlich im äußeren Erscheinungsbild. Sie hatten einen ungewöhnlich langgestreckten Körperbau, vor allem der Schwanz war extrem lang. Die Gliedmaßen hingegen waren klein, wirken fast verkümmert. Der Grund für diesen schlangenhaften Körper ist durch den Lebensraum bedingt, in dem sich diese Tiere bewegten: Schlangensaurier lebten im Wasser, wo ihnen der stromlinienförmige Körperbau beim schnellen Schwimmen sehr zustatten kam. Der lange Schwanz war vertikal abgeplattet, ähnlich einer überlangen Flosse, und sorgte durch wellenförmige Bewegungen für einen kräftigen Vortrieb.

Funde von Schlangensauriern, die man wissenschaftlich als Pleurosaurier bezeichnet, sind große Raritäten ich Jura-Schichten, beispielsweise in den vergleichbaren Jura-Plattenkalken von Solnhofen und Eichstätt, die ja seit über 200 Jahren in großem Stil abgebaut werden. Doch die erst seit etwa 15 Jahren erforschten Wattendorfer Plattenkalke  gaben bislang schon drei komplette Exemplare und mehrere Fragmente frei. Das jetzt ausgestellte Fossil gehört mit 142 cm Länge zu den größten seiner Art. Das freut auch den Geologen Albert Lenze, der als ehrenamtlicher Grabungsmitarbeiter im Juni 2017 auf das kostbare Fossil gestoßen war. Nach aufwendiger Bergung und rund 250 Stunden diffiziler Präparationsarbeit präsentieren wir Ihnen das Fossil nun in unserer Ausstellung. Schaut`s Euch an!